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24h im Regenwald
die 24 Stunden aus Sicht eines weiblichen Motorsportfans



Mittwoch, 09.06.2004                         Vorfreude             

Für mich ist Mittwoch fast der schönste Tag des 24h-Rennens, in der
Boxengasse sind alle entspannt, es gibt Zeit für einen Plausch hier und da.Ich konnte die "Einweisung" von Klaus Ludwig in sein Sportgerät beobachten, wie auch die herzliche Begrüßung durch Uwe Alzen.  Überall wird fleißig - aber ohne Stress - gewerkelt, Zitat eines Teammitgliedes: wenn der Letzte mit aufbauen fertig ist, beginnt der Erste mit einpacken...

Während der Aufstellung zum Corso bei strahlendem Sonnenschein gibt es gute Laune pur und einige interessante Fitness-Übungen zu beobachten: wie passen 5 ausgewachsene Männer in einen Rennauto der Größe Mini oder Clio? Ganz einfach: Neben dem Fahrer "sitzen" 2 zwischen dem Rohrrahmen und 2 im
Gepäckraum bei geöffneter Heckklappe. Unter großem Jubel und Fahnen
schwenkend startete der Convoy über den Grand-Prix-Kurs.


 

 
Den Convoy, der übrigens mehr als 2 Stunden dauert, habe ich dann im
Pflanzgarten weiter beobachtet. Die Stimmung dort ist eigentlich mit Worten
nicht zu beschreiben, ausgelassen, fröhlich, einfach Spitze. Die Fan’s haben
sich reichlich direkt auf der Strecke versammelt und alle Fahrzeuge wurden
am eigens eingerichteten Haltepunkt mit den Worten : "Lass mal brüllen" zu
einer "Hörprobe" gebeten, für jeden Teilnehmer gab es tolle Kommentare und
Glückwünsche, und wer die Reifen richtig qualmen ließ, wurde natürlich
besonders bejubelt.



 

Donnerstag, 10.06.2004                  Höhepunkt Adenauer Racing Day



Das schöne Wetter am Vormittag hatte ich den Youngtimern für ihr erstes
Zeittraining gewünscht, leider kam der typische Eifel-Regen dazwischen.
Trotzdem schön, diese  Autos mit dem teilweise ohrenbetäubenden, super Sound
im Renntempo auf der Strecke zu beobachten.

Das Fest in Adenau startete am späten Nachmittag trotz zuvor wirklich
strömenden Regens mit Sonnenschein, dank an die Organisatoren...toll
gemacht.

Das erste Auto im Corso: der Dören-Porsche mit Karlchen Lück am Steuer. Eine
tolle Entscheidung. Für Momente waren da wieder die traurigen Gedanken an
den Abschied von Edgar vor nicht allzu langer Zeit. Hochachtung vor
Karlchen, dem das sicher viel Kraft abverlangt hat und der freundlich wie
immer auf jede Frage der Fan's antwortete. Mir war es auch ganz wichtig, ihm
persönlich viel Glück für das Rennen zu wünschen.



Alle Top-Autos sind da, wo bleibt die BMW-Werksmannschaft? Der Weg aus
Bayern war wohl doch etwas weit, nein: an der Entfernung lag es nicht,
sondern an dem langsamen Porsche (-Traktor), der höchstpersönlich von
Strietzel Stuck pilotiert wurde. Ein super Gag, die Mannschaft auf Planwagen
zu verfrachten und auf diese Art den Einzug in Adenau einmal ganz anders zu
gestalten. Diesem Auftritt angemessen ließ sich Strietzel auch nicht lange
bitten, einmal herzhaft zu jodeln. Da sage noch mal einer Motorsport hätte
keine Kultur...



Es gäbe von diesem Abend noch so viel zu berichten, tolle Autos und Fahrer
hautnah, super Stimmung der vielen, vielen Fan's. Dieser Termin steht bei
mir im nächsten Jahr wieder ganz fest im Kalender.